Gemeinschaft der Gemeinden
Kath. Kirchengemeindeverband
Krefeld-Nordwest

Edith Heinzelmann verstorben

„Abschied nehmen“ gehört zum Leben.

Edith Heinzelmann (c) Edith Furtmann
Fr 29. Nov 2019
Alfred Kuhn

So sagen wir in St. Thomas Morus: „Danke, Edith Heinzelmann! Deine Lebenswerke sind noch lange nicht zuende!“ Frau Edith Heinzelmann verstarb am 21.11.19 im Alter von 92 Jahren.

 

Nach den turbulenten und schwierigen Kriegsjahren, die sie mit ihrer Familie erlebte, kam sie 1948 als Junglehrerin an die damalige Dionysiusschule, später Volks-/Hauptschule Hubertusstr..

 

Neben dieser beruflichen Tätigkeit engagierte sie sich in der kirchlichen und städtischen Jugendarbeit. So war sie ungefähr zwischen 1950 und 1960 Stadtjugendführerin.

 

1960 zog sie mit ihren drei Brüdern, denen sie den Haushalt führte, zur Gutenbergstraße und gehörte dann zur Pfarre Bonifatius später St. Thomas Morus. Ihr blieb sie bis zu ihrem Tod verbunden, obwohl sie zwischenzeitlich fast 20 Jahre auf der Viktoriastraße wohnte. 1968 wurde sie Rektorin der Grundschule St.Töniser Str. und später auch der Grundschule Kempener Allee.

 

Seit 1980 intensivierte sie ihr ehrenamtliches Engagement in St. Thomas Morus, z.B. im Pfarrgemeinderat, bei der Hausaufgabenbetreuung, im Missionskreis, in der Weltgebetstagsvorbereitung, im Liturgieausschuss, im Sozialausschuss, in den Kreisen „Kontakt und Gespräch“ und „Brunnengespräche“. In der Zusammenarbeit mit Hans Fuchs, den Eheleuten Furth und der „Action medeor“ entstand der Kontakt zu Schwester Luka. Mit unermüdlichem Einsatz sorgte sie dafür, dass die Gemeinde eifrig die Arbeit von Schwester Luka in Indien unterstützte.

 

Die Würde der Frauen war schon immer ihr Anliegen. Sie war Mitglied in dem Arbeitskreis, der die Texte im Gebetbuch des Bistums Aachen geschlechtergerecht umgestaltet hat. Als Mitglied bei „Maria von Magdala“ demonstrierte sie bei Priesterweihen für das Diakonat und die Priesterweihe der Frau und forderte die Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche. Ganz wichtig war ihr auch die Solidarität mit Frauen in Not, überall auf der Welt. Deshalb unterstützte sie Lea Ackermann und ihre internationale Menschenrechts- und Hilfsorganisation Solwodi.

 

Mit ihren riesigen Schritten war Frau Heinzelmann stets unterwegs, wobei sie immer besonders die Schwachen der Gesellschaft im Blick hatte.

 

Liebe Frau Heinzelmann, von Ihrer Sorte dürfte es ruhig mehrere geben.“

zusammengestellt von A. Schüren, I. und A. Kuhn